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Chicago Baby!

Zunächst einmal einmal muss ich etwas zurücknehmen, was ich im letzten Beitrag behauptet habe: Bowling und Poolbillard ist leider doch nicht immer frei, sondern nur an einem Tag in der Woche. Das war ne Fehlinfo die von unserm Tourguide kam. Im Allgemeinen ist es aber trotzdem sehr Günstig.

 So, da ich meine wilden Behauptungen jetzt korrigiert habe, können wir uns ja den wichtigen Dingen zuwenden. Seit der Orientierung am letzten Mittwoch ist viel passiert. Wir haben uns hier zu ner ganz netten Truppe von Austauschstudenten zusammengefunden, hauptsächlich bestehend aus Deutschen, aber auch aus einigen Franzosen, einem Schweden, einem Mexikaner, einer Spanierin, ein paar Indern und anderen Asiaten, deren genaue Herkunft ich noch nicht ganz aufm Schirm hab. Unsere bisherigen Freizeitaktivitäten bestanden hauptsächlich aus Strand+Beachvolleyball, Feiern, Strand, Feiern uuuuuuuuuuuuuuuund nem spontanem Trip nach Chicago am Samstag . Nach nur 1,5h Schlaf, weil Quinn und ich am Freitag noch ewig bei Freunden von ihm waren, gings mit dem Greyhound für 24$ Roundtrip in die Windy City. Ein weg dauert nur ca. 90 mins, sodass wir da sicherlich noch öfter hinfahren werden.  An dem Tag war absolutes Traumwetter, ohne eine einzige Wolke am Himmel. Da lag es natürlich nahe erstmal einen Wolkenkratzer zu besteigen. Das höchste Gebäude der USA, der Willistower, formerly known as Sears-Tower, bot sich da natürlich geradezu an. Der Sears-Tower ist laut Wikipedia 527m hoch und war bis 1996 sogar das höchste Gebäude der Welt! Für 16$ wird man mit innerhalb von ziemlich genau einer Minute in den 103. Stock gebracht, von wo aus man einen Atem beraubenden Blick über die ganze Stadt und den Lake Michigan hat.  Als besonderes Schmanckerl gibts noch kleine Glaskabinen, die aus der Fassade herausragen, und man quasi im Nichts steht:

Am Anfang kostet es ein wenig Überwindung auf das Glas zu treten, aber wenn man erstmal drauf steht ist das echt ein super Gefühl, das die 16$ auf jeden Fall wert ist. 

Hinterher haben wir dann ein wenig die Stadt erkundet und haben ,wie eine japanische Reisegruppe, alles fotografiert, was uns vor die Linse kam. Man muss einfach sagen, dass diese Stadt der absolute Wahnsinn ist. Ein Wolkenkratzer neben dem Andern  und die Straßen sind voller Leute und Straßenkünstlern. Insgesamt herrscht dort wirklich eine super Atmosphäre, allerdings würden mir die unzähligen Touristen ganz schön auf die Nerven gehen, wenn ich dort wohnen würde. Insgesamt ist Chicago aber definitiv die aufregenste Stadt in der ich bisher war. Bin mal gespannt wie New York im Vergleich ist. Zum Abschluss des Tages gabs dann noch ne Bootstour auf dem Chicago River, bei der der Reiseführer verstärkt auf Architektur und Geschichte der Stadt eingegangen ist, was wirklich sehr sehr interessant war.

Nach dem Chicagotrip gabs, wie schon erwähnt, ein paar Parties usw. Dabei ist mir aufgefallen, dass man hier viel mehr mit fremden Leuten ins Gespräch kommt, als in Deutschland. Ständig bleib ich bei irgendwelchen Leuten hängen. Ich bin mir noch nicht hundertprozentig sicher, woran das liegt. Zum Einen sicherlich daran, dass die Amis wesentlich offenherziger gegenüber Fremden sind als Deutsche. Zum Andern ist man in Deutschland natürlich auch nicht so daran interessiert neue Leute kennen zu lernen und spricht nicht so einfach irgendwen an. Außerdem ist mir hier auch relativ egal was die Amis von mir denken, denn in ein paar Monaten bin ich ja eh wieder weg :> Dazu kommt natürlich, dass man mit einer gewissen Euphorie neue Situationen bestreitet und wann darauf aus ist viel zu erleben. Ich werde das auf jeden Fall weiter im Auge behalten und bin gespannt ob das nur jetzt am Anfang so ist, oder ob sich wirklich zeigt, dass man hier geselliger ist.

 Ein wichtiges Event gibts noch: Heute war Umzug angesagt. Meine Mitbewohner Nick und Jack haben schon am Wochenende sämtlichen Krams in die Garage unserer neuen Wohnung gebracht, sodass wir heute nur noch alles reinräumen mussten. Im Moment siehts hier auch noch sehr unaufgeräumt aus, aber ich bin zuversichtlich, dass sich das Chaos in den nächsten Tagen lichtet. Am Anfang war ich doch etwas wehmütig, dass ich Quinns Luxusbude verlassen muss, vor allem auch weil ich mit Quinn und seinen Mitbewohnern Elliot und Steve super klar gekommen bin. Ich sehe die Truppe aber wahrscheinlich schon am We wieder, da nen Kumpel von ihnen ne Bierparty in nem Club gewonnen hat. Mitlerweile bin ich aber doch ganz froh endlich ein eigenes Zimmer zu haben und mich endlich auf eine feste Bleibe einstellen zu können. Bis jetzt hab ich nur nen Bett, aber werde mir in den nächsten Tagen mal ne Kommmode und noch so einige andere Kleinigkeiten besorgen um das Zimmer etwas wohnlicher zu gestalten. Dann gibts auch ein paar Bilder, vorausgesetzt, der Bilder Upload funktioniert mal.

Morgen gehen dann die Vorlesungen los und ich habe...absolut keine Lust. Gerade die letzte Woche hat super viel Spaß gemacht - könnte ich mich dran gewöhnen. Die drei Wochen Ferien sind dann im Endeffekt doch sehr schnell umgegangen und jetzt beginnt wohl leider der Ernst des Lebens. Hoffen wir mal, dass es am Anfang nicht zu viel zu tun gibt. Melde mich dann in "Kürze" wieder um vom Unialltag zu berichten. Also bis denne!

PS: Eigentlich sollten hier Bilder erscheinen, aber das funktioniert mal wieder aus unerfindlichen Gründen nicht. Probiere das morgen mal hinzukriegen. Muss jetzt aber erstmal schlafen.

2.9.10 07:51

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