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Tschöööö

Ich binmal wieder umgezogen. Den neuen, und alle weiteren Beiträge findet ihr ab sofort nur noch unter:

http://frankinmilwaukee.wordpress.com/

 

Einfach auf den Link klicken und ihr landet auf dem neuen Blog! Ich seh euch dann auf der anderen Seite. Tschöö

1 Kommentar 11.10.10 06:50, kommentieren

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Uni, Wohnung und der Alltag...


Servus! Wie den Meisten ja sicherlich nicht entgangen sein wird ist in Sachen Layout, Bilder und Einträge nicht wirklich viel passiert. Zumindest in der letzten Kategorie hat sich offensichtlich was geändert. Was das Layout und die Bilder angeht sollte ich demnächst vielleicht jemand kontaktieren der da Ahnung von hat. Muss ich mal überlegen ob ich da jemand kenne der hier auch bloggt und das schon auf die Reihe gekriegt hat :>

In Sachen Wohnung ist einiges passiert. Das Chaos ist nahezu komplett verschwunden und die Küche und das Wohnzimmer sind echt gemütlich geworden. Lediglich Nicks Teppichauswahl würde ich mal als "interessant" beschreiben. Dafür haben wir den gleichen Wohnzimmertisch wie in Kassel, nämlich LACK von IKEA, sodass ich mich hier ganz wie zu Hause fühle. Zu IKEA gings letztes Wochenende worauf ich mich sehr gefreut habe, da ich den großen Deutschland/USA Vergleich machen wollte. Das Resultat viel dann eigentlich wie erwartet aus, es gibt nämlich quasi keinen Unterschied. Allerdings konnte ich mir endlich ne Kommode zulegen (KULLEN falls es irgend jemanden interessiert) um nun endlich nach einem Monat nicht mehr aus dem Koffer leben zu müssen.

Die Gesamtwohnsituation könnte auch besser nicht sein. Mit Nik und Jack verstehe ich mich wunderbar, lediglich die Einweihungsfete steht noch aus. Langsam aber sicher kehrt auch der Alltag ein. Das macht sich insbesondere bemerkbar, da einem auffällt wie viel Geld man hier eigentlich für Essen ausgibt. Lebensmittel sind einfach wahnsinnig teuer. Deswegen hab ich jetzt auch ne Kundenkarte von dem größten Supermarkt hier in der Gegend und war heute erst mal auf Schnäppchenjagd. Insgesamt habe ich festgestellt, dass es nicht viel teurer ist sich einfach Fastfood zu holen anstatt zu kochen. Dazu sollte man wissen, dass es hier qualitativ hochwertigeres und vielfältigeres Fastfood gibt als bei uns. Das Gute daran ist, dass man kein schlechtes Gewissen haben muss wenn man gerade keine Lust auf Kochen hat. Nervig ist allerdings der Verzicht auf vernünftiges Wasser mit Kohlensäure. Das kann man zwar schon irgendwo kaufen, ist aber verdammt teuer. Kein Wunder, dass die hier nur süße Blubberbrause saufen.

Unimäßig geht mittlerweile auch alles seinen geregelten Gang, auch wenn die Hausaufgaben gern auch nen Tick einfacher sein könnten. Zu Beginn gab es allerdings einige Komplikationen die mich schon arg an dem ganzen Projekt hier haben zweifeln lassen. Gleich am ersten Tag hab ich die erste Vorlesung gedroppt, was erst mal noch kein Problem war, da ich aus Zeitgründen sowieso geplant hatte irgendwas sausen zu lassen. In dem Fall widersprach die Kursbeschreibung total dem tatsächlichen Inhalt wodurch ich auch kein schlechtes Gewissen hatte. Dann gab es da noch das Laborpraktikum, was ich auch in D im 5. Semester hätte machen müssen. Allerdings lässt die hiesige Struktur sowieso nur zu einen kleinen Teil zu absolvieren und den Großteil hätte ich zu Hause nachholen müssen. Am ersten Tag gabs da direkt mal ne 50-Seiten Anleitung zum ersten Experiment, in das ich mich dann einarbeiten sollte. Diese Anleitungen muss man schon in D dreimal lesen, da kann man sich ja vorstellen wie das auf Englisch und in wissenschaftlicher Sprache war...Ging dann halbwegs und ich habe am zweiten Labortag immerhin geschafft den Aufbau auf die Reihe zu kriegen und ein wenig rumzuspielen. Trotzdem war das Frustration pur, da ich nicht so richtig wusste, was genau ich da eigentlich machen soll. Also logische Konsequenz → Kurs abgewählt. Jetzt im Nachhinein, wo ich alle Kurse gehabt habe, kann ich auch sagen, dass das zeitlich alles kaum unter einen Hut zu kriegen gewesen wäre. War auch sehr Naiv von mir anzunehmen ich könnte hier Monsterstundenpläne genauso bewältigen wie daheim. Würde ich mittlerweile auch gar nicht mehr wollen, denn hier hat so ziemlich alles Priorität nur nicht die Uni :D (Was jetzt nicht heißt, dass ich die Uni schleifen lasse). Allerdings ergab sich durch das muntere Kursdropping auch ein Problem: Ich hatte nur noch zehn Credits (ein Credit ist hier mehr als in Europa). Um seinen Exchange Student Status zu behalten braucht man aber zwölf Credits. Da ich nicht illegal hier durch die Gegend laufen wollte musste also dringend irgendwo zwei Credits her. Da ich anfangs doch ein sehr schlechtes Gewissen wegen dieser Geschichte hatte bin ich erst mal zu den freundlichen Leuten aus dem International Office gegangen um mein Problem zu schildern und eventuelle Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt zu bekommen. Dort gabs neben aufmunternden Worten auch ne Menge Inspiration: Die zwei Credits erreiche ich jetzt mit nem Tennis- und Bowlingkurs. Die bringen jeweils ein Credit und man muss nichts machen außer da zu sein. Tennis geht auch nur bis Oktober, Bowling fängt im Oktober an und geht bis zum Ende des Semesters. Mit der Lösung bin ich auch super zufrieden und der Tenniskurs ist echt witzig.

Das einzige Manko an meinem Stundenplan ist, dass Freitag der längste Tag ist. Dummerweise hat sich der Donnerstag als Partytag etabliert, sodass ich Freitags nur mit Wasserflasche anzutreffen bin. Der einzige Lichtblick ist das wissenschaftliche Kolloquium, welches ich im Rahmen eines Seminars jeden Freitag von 15-16Uhr besuchen muss, denn dort gibt es Brownies und Cookies for free.

So da heute zufälligerweise Donnerstag ist, muss ich jetzt was Essen und dann zu ner Party Also bis denne!


1 Kommentar 17.9.10 01:16, kommentieren

Chicago Baby!

Zunächst einmal einmal muss ich etwas zurücknehmen, was ich im letzten Beitrag behauptet habe: Bowling und Poolbillard ist leider doch nicht immer frei, sondern nur an einem Tag in der Woche. Das war ne Fehlinfo die von unserm Tourguide kam. Im Allgemeinen ist es aber trotzdem sehr Günstig.

 So, da ich meine wilden Behauptungen jetzt korrigiert habe, können wir uns ja den wichtigen Dingen zuwenden. Seit der Orientierung am letzten Mittwoch ist viel passiert. Wir haben uns hier zu ner ganz netten Truppe von Austauschstudenten zusammengefunden, hauptsächlich bestehend aus Deutschen, aber auch aus einigen Franzosen, einem Schweden, einem Mexikaner, einer Spanierin, ein paar Indern und anderen Asiaten, deren genaue Herkunft ich noch nicht ganz aufm Schirm hab. Unsere bisherigen Freizeitaktivitäten bestanden hauptsächlich aus Strand+Beachvolleyball, Feiern, Strand, Feiern uuuuuuuuuuuuuuuund nem spontanem Trip nach Chicago am Samstag . Nach nur 1,5h Schlaf, weil Quinn und ich am Freitag noch ewig bei Freunden von ihm waren, gings mit dem Greyhound für 24$ Roundtrip in die Windy City. Ein weg dauert nur ca. 90 mins, sodass wir da sicherlich noch öfter hinfahren werden.  An dem Tag war absolutes Traumwetter, ohne eine einzige Wolke am Himmel. Da lag es natürlich nahe erstmal einen Wolkenkratzer zu besteigen. Das höchste Gebäude der USA, der Willistower, formerly known as Sears-Tower, bot sich da natürlich geradezu an. Der Sears-Tower ist laut Wikipedia 527m hoch und war bis 1996 sogar das höchste Gebäude der Welt! Für 16$ wird man mit innerhalb von ziemlich genau einer Minute in den 103. Stock gebracht, von wo aus man einen Atem beraubenden Blick über die ganze Stadt und den Lake Michigan hat.  Als besonderes Schmanckerl gibts noch kleine Glaskabinen, die aus der Fassade herausragen, und man quasi im Nichts steht:

Am Anfang kostet es ein wenig Überwindung auf das Glas zu treten, aber wenn man erstmal drauf steht ist das echt ein super Gefühl, das die 16$ auf jeden Fall wert ist. 

Hinterher haben wir dann ein wenig die Stadt erkundet und haben ,wie eine japanische Reisegruppe, alles fotografiert, was uns vor die Linse kam. Man muss einfach sagen, dass diese Stadt der absolute Wahnsinn ist. Ein Wolkenkratzer neben dem Andern  und die Straßen sind voller Leute und Straßenkünstlern. Insgesamt herrscht dort wirklich eine super Atmosphäre, allerdings würden mir die unzähligen Touristen ganz schön auf die Nerven gehen, wenn ich dort wohnen würde. Insgesamt ist Chicago aber definitiv die aufregenste Stadt in der ich bisher war. Bin mal gespannt wie New York im Vergleich ist. Zum Abschluss des Tages gabs dann noch ne Bootstour auf dem Chicago River, bei der der Reiseführer verstärkt auf Architektur und Geschichte der Stadt eingegangen ist, was wirklich sehr sehr interessant war.

Nach dem Chicagotrip gabs, wie schon erwähnt, ein paar Parties usw. Dabei ist mir aufgefallen, dass man hier viel mehr mit fremden Leuten ins Gespräch kommt, als in Deutschland. Ständig bleib ich bei irgendwelchen Leuten hängen. Ich bin mir noch nicht hundertprozentig sicher, woran das liegt. Zum Einen sicherlich daran, dass die Amis wesentlich offenherziger gegenüber Fremden sind als Deutsche. Zum Andern ist man in Deutschland natürlich auch nicht so daran interessiert neue Leute kennen zu lernen und spricht nicht so einfach irgendwen an. Außerdem ist mir hier auch relativ egal was die Amis von mir denken, denn in ein paar Monaten bin ich ja eh wieder weg :> Dazu kommt natürlich, dass man mit einer gewissen Euphorie neue Situationen bestreitet und wann darauf aus ist viel zu erleben. Ich werde das auf jeden Fall weiter im Auge behalten und bin gespannt ob das nur jetzt am Anfang so ist, oder ob sich wirklich zeigt, dass man hier geselliger ist.

 Ein wichtiges Event gibts noch: Heute war Umzug angesagt. Meine Mitbewohner Nick und Jack haben schon am Wochenende sämtlichen Krams in die Garage unserer neuen Wohnung gebracht, sodass wir heute nur noch alles reinräumen mussten. Im Moment siehts hier auch noch sehr unaufgeräumt aus, aber ich bin zuversichtlich, dass sich das Chaos in den nächsten Tagen lichtet. Am Anfang war ich doch etwas wehmütig, dass ich Quinns Luxusbude verlassen muss, vor allem auch weil ich mit Quinn und seinen Mitbewohnern Elliot und Steve super klar gekommen bin. Ich sehe die Truppe aber wahrscheinlich schon am We wieder, da nen Kumpel von ihnen ne Bierparty in nem Club gewonnen hat. Mitlerweile bin ich aber doch ganz froh endlich ein eigenes Zimmer zu haben und mich endlich auf eine feste Bleibe einstellen zu können. Bis jetzt hab ich nur nen Bett, aber werde mir in den nächsten Tagen mal ne Kommmode und noch so einige andere Kleinigkeiten besorgen um das Zimmer etwas wohnlicher zu gestalten. Dann gibts auch ein paar Bilder, vorausgesetzt, der Bilder Upload funktioniert mal.

Morgen gehen dann die Vorlesungen los und ich habe...absolut keine Lust. Gerade die letzte Woche hat super viel Spaß gemacht - könnte ich mich dran gewöhnen. Die drei Wochen Ferien sind dann im Endeffekt doch sehr schnell umgegangen und jetzt beginnt wohl leider der Ernst des Lebens. Hoffen wir mal, dass es am Anfang nicht zu viel zu tun gibt. Melde mich dann in "Kürze" wieder um vom Unialltag zu berichten. Also bis denne!

PS: Eigentlich sollten hier Bilder erscheinen, aber das funktioniert mal wieder aus unerfindlichen Gründen nicht. Probiere das morgen mal hinzukriegen. Muss jetzt aber erstmal schlafen.

1 Kommentar 2.9.10 07:51, kommentieren

Random couchsurfing und Unizeugs


Hey Leute! Hab mich ja schon etwas länger nicht mehr zu Wort gemeldet. Eigentlich war geplant, dass ich jetzt schon seit zwei Tagen bei meinen zukünftigen Mitbewohnern wohne. Allerdings bin ich immer noch bei meiner zweiten Couchsurfingstation, Quinn. Und das kam so:

Vorgestern habe ich mich so gegen halb acht abends von Quinn und seinen Mitbewohnern verabschiedet und bin zu Nik und Jack (meine zukünftigen Mitbewohner) gegangen, deren jetzige Bude nur 3 Blocks entfernt liegt. Als ich ankam war niemand zu Hause, aber Nik hatte mir einen Schlüssel in den Briefkasten gelegt. Als ich in die Tür kam war ich erstmal geschockt: In der Bude herrschte das absolute Chaos. Überall lagen Tüten, Kartons und andere Sachen rum und der Teppich war übersäht mit Hundehaaren. Die Küche war quasi unbenutzbar, weil überall Sachen rumstanden und die Spüle voll mit unabgewaschenem Zeugs war. Die Einrichtung der Wohnung existierte anscheinend auch nur noch teilweise. Hab dann gewartet bis Jack und Nik nach Hause kamen und es hat sich dann geklärt, dass dieses Chaos von Nik's ehemaligem Mitbewohner Zach verursacht wurde, der am Tag vorher ausgezogen war. Jack ist sowieso nur übergangsweise da und Nik ist auch erst am Tag davor aus Europa zurückgekommen, sodass halt niemand da war um das zu verhindern.

In meiner Verzweiflung hab ich dann Quinn angerufen und gefragt, ob ich nicht zurückkommen kann, was auch kein Problem war und jetzt werde ich wohl noch bis zum Umzug am Mittwoch hier bleiben. Da bin ich natürlich sehr glücklich drüber, da ich hier wirklich viel Spaß hab und mit Quinn und seinen Mitbewohnern gut klar komme. Mit den Baseball und Footballregeln bin ich mittlerweile recht gut vertraut und kanns kaum erwarten, dass die Football Saison nächste Woche losgeht :) Am Wochenende waren wir übrigens am Strand Beachvolleyball spielen und hatten als einziges Getränk 4l Sangria dabei. Das war echt Urlaub pur. Gerade der Strand ist echt traumhaft.

Gestern stand dann die Orientierung an der Uni auf dem Programm, wo uns der Campus gezeigt wurde und wir alle möglichen Infos bekommen haben. Dabei hab ich auch enige andere Deutsche kennen gelernt, die es hier echt wie Sand am Meer gibt. Mit einigen war ich dann auch gleich Abends los. In ner Karaoke Bar bin ich dann auch noch nem Typ übern Weg gelaufen, der Morgens die Campustour gemacht hatte. Eigentlich hatte ich zu dem Zeitpunkt schon nen Alkoholpegel erreicht, der mir hoch genug war. Dummerweise wollte er aber noch typisch Deutsch Kurze trinken... Hab dann heute auch dementsprechend durchgehangen und nur noch nen bischen den Campus auf eigene Faust erkundet.

Zum Campus kann man sagen, dass die Leute hier für ihre Zigtausend Dollar Studiengebühren echt was geboten bekommen: Es gibt nen Campuseigenes Bowlingcenter mit 10+ Billardtischen, mehrere Bars, eine besonders große mit 4 Beamern die verschiedenste Sportarten zeigen, Burger King, Tacobell, nen Sandwichladen, mehrere Cafes, eigenen riesigen Buchladen und noch vieles vieles mehr. Bis auf die Fressschuppen alles kostenlos für Studenten. Dazu gibts noch ne campuseigene Polizei, Krankenstation, und Taxiservice, der einen zwischen 18 und 4 Uhr kostenlos durch die Stadt kutschiert. Besonders klasse finde ich aber das Sportcenter, mit verschiedenen Courts für Badminton, Basketball usw., Muckibude, Schwimmbad und ich glaube auch Sauna. Natürlich auch alles kostenlos und jederzeit benutzbar. Amerikanische Studenten würde wahrscheinlich lieber auf den Luxus verzichten und dafür keine Gebühren zahlen, für mich als Austauschstudenten, der nix zahlt ist das natürlich der absolute Wahnsinn! Freue mich schon drauf in ner Freistunde ne Runde zu bowlen.

So das wars erstmal von mir. Am Wochenende werden wir wohl schonmal ein paar Sachen ins neue Apartment bringen, also wirds wohl nicht langweilig. Der richtige Umzug ist dann Mittwoch und Donnerstag gehen die Vorlesungen los. Da bin ich schon sehr gespannt drauf. Tschöö!
 
PS: Kann gut sein, dass ihr einige Rechtschreibfehler findet, musste mich nämlich beeilen, da ich jetzt weg muss

1 Kommentar 27.8.10 04:31, kommentieren

Umzuuuuuuuug!

Ich habe ein Apartment! Unglaublich wie einfach das war. Angeguckt, für gut befunden, am ersten wird eingezogen. Für die, die es nicht wissen: Das Wohnungsangebot hatte ich schon vor meinem Abflug von einem Couchsurfer, den ich bisher noch nicht persönlich kenne, da er noch in Europa unterwegs ist. Habe mich dann mit Jack, einem Kumpel von ihm, der auch mit uns einzieht getroffen und das Apartment begutachtet. Die Lage ist ganz gut und es gibt nen recht großen Koch-,Wohn-, Essbereich der dann auch mit den Möbeln von den andern Beiden ausgestattet wird :D Die Schlafzimmer sind relativ klein und meins ist seehhr klein. Da ich aber eh außer einem Bett keine Möbel habe und so viele wohl auch nicht dazukommen werden, seh ich das eigentlich gelassen. Außerdem werde ich effektiv nur ca vier Monate dort Wohnen, da kann man schon mal ein paar Abstriche machen. Im Allgemeinen scheinen hier in WGs die Schlafzimmer sehr klein zu sein, dafür wird dann mehr Wert auf den Gemeinschaftsbereich gelegt.

Mein Mitbewohner Jack ist seit 11 Monaten in den Staaten und kommt genau wie Nikola, mein anderer Mitbewohner, den ich noch nicht kenne, aus Serbien. Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden und sind dann nach der Besichtigung, zusammen mit nen paar andern Leuten, erst mal einen trinken gegangen.

Außerdem gibt es noch von einem anderen Umzug zu berichten: Ich habe den Couchsurfer gewechselt. Nach über einer Woche bei Nick wurde es mal Zeit für was neues und ich hatte vorher schon mit jemand anderem Kontakt hergestellt, sodass ein einziger Anruf gereicht hat um die Sache klar zu machen. Jetzt bin ich bei Quinn, der ebenfalls Student ist und mit zwei andern Leuten in nem absolut geilem Apartment lebt. Hier hab ich nen vernünftiges Bett und es ist wesentlich sauberer und aufgeräumter als bei der letzten Station (wo es mir auch gefallen hat aber apartmenttechnisch ist das eindeutig ein Fortschritt) . Dazu gibts nen großes Wohn- und Esszimmer mit dickem Flachbildfernseher. Das ist deshalb gut weil ich jetzt endlich mal ­American sports gucken kann, denn Nick hatte gar keinen Fernseher.

Gestern Abend habe ich dann auch gleich mal die Baseballregeln gelernt, denn das Team aus Milwaukee, die Brewers, hat zu Hause gegen San Diego gespielt. Fast hätte ich das Spiel sogar im Stadion verfolgen können, denn Bekannte von Quinn hatten zwei Tickets über. Wir hatten schon beschlossen hinzugehen, als Quinn einfiel, dass er gestern Abend arbeiten musste. War aber nicht schlimm, so hab ich das Spiel mit seinem Mitbewohner und nochn paar andern Leuten gesehen. Ich werde aber definitiv noch mal die Gelegenheit nutzen ins Stadion zu gehen, das muss absolut super sein.

Heute Abend ist dann American Football dran. Es spielen die Green Bay Packers gegen keine Ahnung wen. Die Packers, das habe ich schon gelernt, sind in Wisconsin über Gott angesiedelt. Daher bin ich mal sehr gespannt wie das wird. Quinn hat zu dem "Anlass" gleich mal zig Leute zu ner Hausparty eingeladen.

Morgen gehts dann hoffentlich Segeln aufm Lake Michigan, denn Quinn ist zufällig auch Segellehrer. Was ein Zufall :P

So das wars erst mal für heute. Bis die Tage!

 

 

1 Kommentar 22.8.10 01:55, kommentieren

Bass Lake

An meinem ersten richtigen Tag in Milwaukee bin ich morgens erst mal alleine losgezogen um den Strand bei Tag zu erkunden und mir die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Das bietet sich hier geradezu an, da es immer um die 35°C ist und kaum Wolken am Himmel sind.

Am Abend sind Nick und ich dann mit dem Fahrrad in die Innenstadt gefahren, wo er mir ein bischen was zeigen wollte. Fahrradfahren kann man hier durchaus als waghalsig bezeichnen, da es keine Fahrradwege gibt und Radfahrer für die Autofahrer quasi nicht existent sind. Das führte dann auch zu einer unangenehmen Situation, in der sich ein BMW-Fahrer anscheinend in seinem Freiheitsrecht eingeschränkt fühlte und uns auf übelste Weise beschimpfte. Als Nick ihn mehr oder weniger freundlich drauf hinwies, dass er Leine ziehen solle, wars ihm anscheinend zu bunt und er fuhr an der nächsten Ampel rechts ran. In diesem Moment dachte ich "Na toll, jetzt gibts gleich am ersten Tag aufs Maul". Glücklicherweise sprang die Ampel auf Grün und wir konnten an ihm vorbeifahren.

Für das Wochenende stand für Nick ein kleines Familientreffen auf dem Programm wohin er mich überraschenderweise einlud. Da mich sowieso interessiert wie hier so nen Familienleben abläuft hab ich dankend angenommen. Das Ganze fand bei Nicks Großeltern statt, die am Bass Lake in Nord-Wisconsin leben. Dort angekommen wurden wir erst mal herzlichst begrüßt und ich habe mein eigenes (!!!) Zimmer bezogen. Im Allgemeinen war das Haus einfach der Wahnsinn. Top ausgestattet und super gemütlich mit großer Terrasse mit Blick auf den Hauseigenen Bootssteg. Natürlich darf bei so was das eigene Ausflugsboot, Schnellboot, Tretboot und Jetski nicht fehlen...

Das Ausflugsboot war so was wie nen schwimmendes Wohnzimmer mit Ledersesseln, Liegen usw. Damit sind wir dann noch mitten in der Nacht auf den See gefahren um Sterne zu gucken. Ich habe noch nie in meinem Leben so eine klare Nacht gesehen, das war der absolute Wahnsinn. Sogar Sternschnuppen konnte man beobachten.

Der Samstag begann dann nach einem kurzen Frühstück mit einer ausgedehnten Kanutour und ein wenig Geplansche. Nach dem Mittagessen (HotDogs - was sonst) dann wiederum ein wenig Geplansche und ein kleines Nickerchen auf einer aufblasbaren Insel . Total relaxt sind wir dann mit dem Motorboot über den See geheizt. Weil das natürlich mega anstrengend war, sind wir im Anschluss wieder mit dem Wohnzimmer/Ausflugsboot rausgefahren und haben eine kleine Brotzeit in Form von Crackern mit Käse, Bier und Margaritas zu uns genommen. Völlig fertig von dem Anstrengenden Tag sind wir dann im Anschluss alle zusammen Pizza Essen gegangen und haben den Tag mit einem gemütlichem Lagerfeuer und interessanten politischen Diskussionen ausklingen lassen. Wenn das kein guter Tag war weiß ich es auch nicht.

Der Sonntag verlief dann ziemlich ähnlich, wobei zu erwähnen ist, dass wir zum Frühstück in sone Art Café gefahren sind, wie man sie auch aus amerikanischen Filmen kennt. Die Dinger sind absolut kultig, aber in Deutschland würde da keine Sau essen gehen. Das Frühstück an sich besteht hier auch eher aus ner Menge Eiern, Speck, Käse und eventuell mal nem Toast. Vom Fleisch fallen die hier auf jeden Fall nicht!

Gegen Abend mussten wir uns dann leider verabschieden um uns auf die vierstündige Heimreise zu begeben. Schade, denn ich wäre gerne noch ein paar Tage länger geblieben. Vielleicht hätte ich dann auch nen Schwarzbären gesehen, die laufen nämlich von Zeit zu Zeit mal durch die Gärten. Dafür konnten wir einen Adler beobachten, was in freier Natur eine wirklich beeindruckende Erscheinung ist. Am meisten bin ich aber von der Gastfreundschaft und Offenheit dieser Leute überwältigt. Während dieser drei Tage habe ich mich absolut als vollwertiges Mitglied der Familie gefühlt und wir hatten viel Spaß zusammen. Es wurde sogar angefragt ob ich adoptiert werden kann :P .


Alles in Allem also ein rundum gelungenes Wochenende. Da hab ich ganz schön Schwein gehabt die Möglichkeit zu kriegen hier so nette Menschen kennen zu lernen.


 

Ab dem nächsten Beitrag gibts dann endlich mal aktuelle News von der Wohnungssuche usw. Also bis denne!

1 Kommentar 19.8.10 03:00, kommentieren

Anreise


So Leute holt euch nen Bier und Popcorn, denn jetzt gibts den Tripreport zu meiner, nicht ganz ohne Komplikationen, abgelaufenen Reise in die USA.

Los gings am Mittwoch um halb vier Uhr morgens mit dem Auto zum Hamburger Flughafen. Dort nach der Verabschiedung von meiner Ma und Julia schweren Herzens durch den Security-Check und da gings schon los: Mein sorgfältig vorbereiteter ein Liter Gefrierbeutel von Toppits mit Zahnpasta, Deo usw. gefiel der freundlichen Dame vom Sicherheitspersonal leider gar nicht und ich durfte für 60 Cent einen wiederverschließbaren Beutel kaufen.

Nachdem ich da also in guter alter Manier den Verkehr aufgehalten hatte, hab ich noch eben den erstbesten Thriller, der mir in die Hände viel, fürs Flugzeug gekauft und los gings. Auf dem Flug ist dann nichts interessantes passiert, außer dass es schon um halb zehn Lasagne gab (?!?) und sich das Buch bereits auf der ersten Seite als schlechtestes Buch aller Zeiten rausgestellt hat.

In New York - Newark angekommen hab ich nach dem Security-Check für meinen Weiterflug erst mal einen netten Sprint über den ganzen Flughafen hingelegt, da ich dachte nur noch fünf Minuten Zeit zu haben. Am Gate bemerkte ich dann, dass eigentlich noch eine ganze Stunde Zeit war. Tja, dumm, wenn man seine Uhr nicht rechtzeitig umstellt...Um den entgeisterten Blicken der andern Fluggäste zu entkommen, hab ich mich dann mal in die andere Ecke der Halle verzogen und mir von da die Skyline von New York angeguckt.

Drei Stunden später war ich dann endlich in Chicago und hab direkt ein Busticket gekauft und die Haltestelle gesucht. Die hab ich dann auch gefunden, allerdings war ich etwas erstaunt, als die da mit Minibussen ankamen. Der Busfahrer war mindestens genauso erstaunt, als ich ihm sagte, ich wolle nach Milwaukee und wie sich dann herausstellte, war das ein Shuttleservice zu umliegenden Hotels, welcher genauso heißt wie mein Busservice. Was ich mich bis heute Frage ist, wie der Kerl am Schalter mir dann ein Ticket nach Milwaukee verkaufen konnte. Dieses habe ich dann auf jeden Fall zurückgegeben und mich dann zur richtigen Bushaltestelle durchgefragt, wo ich ebenfalls ein Ticket kaufte und pünktlich um zwei Minuten vor Abfahrtszeit im Bus saß - das war knapp!

Meine erste Erfahrung in Milwaukee war dann drei Stunden später die Folgende: Ich spring aus dem Bus, lauf 100 Meter und werde direkt von dem einzigen Menschen auf der Straße quer über eine Kreuzung um nen paar Dollar angebettelt.

Immernoch gerührt von dem netten Empfangskomitee versuchte ich dann in etwa eine drei viertel Stunde lang durch geschicktes Abrastern der Innenstadt Buslinie 15 zu finden. Dabei war ich doch ganz schön von der Größe der Stadt eingeschüchtert, da die Innenstadt, anders als bei uns, hier größtenteils aus Hochhäusern besteht und alles irgendwie größer erscheint. Daran habe ich mich mittlerweile aber gewöhnt.

Irgendwann schaffte ich es aber doch noch mit dem Bus zur richtigen Haltestelle zu gelangen, von wo aus es nur noch 5 Minuten zu meinem Couchsurfing-Gastgeber Nick sein sollten. Da ich aber keinen richtigen Stadtplan gefunden hatte, war ich völlig orientierungslos und es dauerte noch eine weitere halbe Stunde, bis ich endlich nach 22 Stunden um 19:00 Uhr Ortszeit bei Nick ankam.

Dort haben wir uns erst mal ein wenig unterhalten und das Apartment inspiziert. Nick ist wirklich ein total netter Gastgeber und ich hab mich gleich wohlgefühlt. Die Wohnung ist absolut in Ordnung und mein Sofa recht gemütlich, auch wenn ich froh bin, wenn ich hier dauerhaft in einem richtigen Bett schlafen kann und ein eigenes Zimmer habe.

Wir sind dann noch einen Happen essen gegangen und anschließend, mit Bier bewaffnet, runter zum Strand, wo noch einige Freunde von Nick waren. Kurze Zeit später sind wir dann aber auch schon zurück zu Nicks Wohnung, wo ich nur noch völlig erschöpft auf mein Sofa viel und somit der erste Tag in Milwaukee zu Ende ging.

Im nächsten Eintrag gehts dann um mein super Wochenende am Bass Lake irgendwo im Norden von Wisconsin. Also stay tuned!

 

 

 

 

1 Kommentar 18.8.10 00:56, kommentieren